Mobirise

Mauerbienenprojekt
(unsere fleißigen Helfer)

Summ, summ, summ: In Deutschland sind etwa 560 verschiedene Arten von Wildbienen zu finden, weltweit mehrere Tausend. Die bei uns am häufigsten vorkommenden Arten sind die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis). Anders, als man es von ihren Staaten bildenden Verwandten her kennt, sind Mauerbienen kleine Einzelgänger, die ihre Nester alleine bauen und dazu keine Hilfe von Artgenossen brauchen. Daher werden sie auch als Einsiedler- oder Solitär-Bienen bezeichnet.
Diese Einsiedlerbienen nisten sich in vorhandenen Hohlräumen, in sandigen Böden oder auch in leeren Schneckenhäusern ein. Das, was bei uns für Immobilien gilt, nämlich „Lage, Lage, Lage", ist auch für die Mauerbiene wichtig, ja überlebenswichtig: Sie bauen ihre Nistplätze am liebsten da, wo es viele Blühpflanzen gibt. Bevorzugt fliegen sie eher Stein- und Kernobst-Blüten an, weswegen sie perfekte Bestäuber für den Obstbau sind. Dabei hat jede Gattung ihre Vorlieben: Die Gehörnte Mauerbiene fliegt hauptsächlich von Mitte März bis Ende Mai, weshalb sie super zur Bestäubung von Steinobst wie Kirschen und Mirabellen geeignet ist. Die Rostrote Mauerbiene fliegt etwas später; sie fliegt ab Mitte April bis Ende Juni und ist somit ein idealer Bestäuber von späterem Steinobst wie Zwetschgen und Kernobst.
Der Unterschied zwischen der üblichen Honigbiene und der Mauerbiene ist nicht nur ein optischer. Mauerbienen sind viel effizienter: Die Bestäubungsleistung der Mauerbienen bei Apfelblüten liegt fast 80 Mal höher als die der Honigbiene. Und sie ist flexibler: Die Gehörnte Mauerbiene ist schon ab einer Temperatur von 4 °C und die Rote Mauerbiene ab 10 °C flugbereit, wobei die Honigbiene erst bei 12 °C abhebt. Darüber hinaus ist die Mauerbiene auch nicht so wetterempfindlich und kann auch bei Nieselregen gut arbeiten. Konkurrenten sind die beiden Arten übrigens nicht: Sie weichen einander aus. 

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